Abenteuer Jeep-Tour
Die vergangenen vier Tage waren wir unterwegs auf einer aufregenden und unvergesslichen Jeep-Tour im Hochland Boliviens von Tupiza über den Nationalpark “Eduardo Avaroa” unmittelbar an der chilenischen Grenze/Atacama Wüste mit Endstation in Uyuni.. Zu zehnt plus Fahrer, Köchin Magalei, Schlafsäcken und viel Essen waren wir aufgeteilt in zwei Jeeps unterwegs..
Der erste Tag war wunderbar mit strahlenden Sonnenschein und einer Landschaft, die im wahrsten Sinne des Wortes “breathtaking” war. Auf einer Höhe von 4000 bis 4900m ü.M. fiel uns das Atmen anfänglich schon etwas schwer.. mit viel, viel Trinken und speziellen Tabletten gegen die Höhenkrankheit ging es uns aber schnell besser. Leider endete der Tag nicht so entspannt, wie er angefangen hatte.. kurz vor Sonnenuntergang kamen wir an einen Pass, der wegen Gerölls gesperrt war. Eines der Jeeps blieb dabei so unglücklich am Hang stecken, dass es uns mit vereinten Kräften nicht gelang, das Fahrzeug aus dem Schlamm zu ziehen. Es wurde Nacht und fing gleichzeitig auch noch an zu gewittern, zu regnen und dann zu schneien, sodass wir völlig durchgefroren in einer nahegelegenen Baracke die Holztür als Notunterkunft einschlagen mussten! Die Hälfte schlief somit notgedrungen auf dem Boden der 4qm Hütte, die andere Hälfte sitzend im Auto. Definitiv eine bitterkalte Erfahrung! Am Morgengrauen konnte der inzwischen tiefverschneite Jeep dann rettet werden und weiter ging das Abenteuer! Da es vier Tage zuvor non-stop geregnet hatte, waren die Strassen extrem schlecht und ständig von Flüssen unterbrochen, die wir per Jeep überqueren mussten. Soweit so gut, bis beide Jeeps in einem Fluss steckenblieben und Wasser bereits ins Fahrzeuginnere floss. Nach dieser zweiten Rettungsaktion übernachteten wir frühzeitig die 2.Nacht in einer Herberge mit warmer Dusche! , genossen Magalei’s Abendessen und schliefen alle wunderbar..
Der dritte Tag unserer Jeeptour begann mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang!! Wir fuhren zu unglaublichen Seen, wie die rote “Laguna Colorada” mit Flamingos, entlang an verschneiten Vulkanen, Wüstenlandschaften, Geysiren, badeten in Thermalwasserquellen und sahen viele Llamas und Pecunas auf dem Weg! Das war ein sehr schöner Tag und machte alles wieder gut!